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Immobilien prägen unsere Welt. Deshalb ist es in unserer Branche besonders wichtig, den Markt im Blick zu behalten und die Trends von morgen früh zu erkennen. Nur so können wir heute Immobilien so gestalten, dass sie den Anforderungen von morgen entsprechen.

Dieser Grundsatz leitet uns bei der Commerz Real: neue Trends identifizieren, neue Standards entwickeln, neue Potenziale erschließen – bevor andere es tun.

Hier stellen wir sechs Trends vor, die die Immobilienbranche in den nächsten zwanzig Jahren prägen werden. 

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Erster Trend: Gesundheit und Demografie zusammendenken

Unsere Gesellschaft wird älter. Die Bedürfnisse älterer Menschen rücken damit stärker ins Zentrum. Nicht zuletzt, weil dank steigender Lebensqualität und wachsendem Gesundheitsbewusstsein viele Menschen deutlich länger fit bleiben als noch vor einigen Jahrzehnten.1

Gleichzeitig wandelt sich der medizinische Sektor: Jüngere Ärzt*:nnen legen heute einen größeren Fokus auf Work-Life-Balance und flexible, oft teilzeitbasierte Arbeitsmodelle.

Für die Immobilienstrategie bedeutet das: Wer Immobilien nicht mehr eindimensional denkt, sondern mehrere Funktionen unter einem Dach verknüpft, kann sie an eine viel größere Bandbreite an Bedürfnissen anpassen. Zusammen gedacht entstehen aus Einzelhandel und Gesundheit neue soziale Treffpunkte. Fachmedizinische Angebote kombiniert mit Sport, Wellness oder Kosmetik schaffen Mehrwert – für Mieter:innen, Nutzer:innen und Investor:innen.

Ein Beispiel aus dem hausInvest-Portfolio zeigt, wie das konkret aussieht: Im Frankfurter Westend hat das Healthcare-Unternehmen Eterno Praxisflächen so gestaltet, dass sie einem gemeinsamen Coworking-Space ähneln. Flexible Strukturen optimieren Arbeitsprozesse, sparen Zeit und ermöglichen eine umfassendere Behandlung. Die offene Gestaltung der Flächen – als Teil der sogenannten Healing Architecture – trägt aktiv zum Wohlbefinden der Patient:innen bei.

Lernen Sie das hausInvest Portfolio kennen.

Zweiter Trend: Büro und Arbeit zukunftsfähig gestalten

Die Corona-Pandemie hat die Art und Weise, wie wir arbeiten, grundlegend verändert. Flexible Modelle wie Homeoffice und Gleitzeit sind in vielen hochdigitalisierten Ländern fest etabliert. Das hat seine Vorteile, vor allem bei der Vereinbarkeit von Privatem und Beruf.

Doch ganz ohne Büro geht es nicht. Die Aufgabe der Unternehmen ist es, Menschen wieder ins Büro zu holen, nicht durch Zwang, sondern durch Angebot. Pauschalisierungen nach Generation X, Y und Z greifen dabei zu kurz. Unsere Gesellschaft und unsere Lebensentwürfe sind zu komplex geworden.

Was wirklich zählt, ist die Qualität des Arbeitsplatzes. Nicht eine Bar oder ein Tischkicker im Büro, sondern eine Arbeitsumgebung, die produktives Arbeiten ermöglicht und mindestens so ansprechend ist wie das eigene Zuhause. Dann kommen Menschen ins Büro, weil sie es wollen – nicht weil sie müssen. 

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Dritter Trend: Digitalisierung als Gestaltungsaufgabe

Digitalisierung und digitale Vernetzung sind aus der Immobilienbranche nicht mehr wegzudenken. Die entscheidende Frage ist nicht ob, sondern wie wir digitale Technologien produktiv in unsere Immobilien und Arbeitsstrukturen integrieren.

Die Zunahme von Homeoffice in der Coronakrise hat gezeigt: Die Produktivitätsfrage lässt sich nicht pauschal beantworten. Was leidet, ist oft die Innovationskraft – also das, was persönliche Zusammenarbeit und spontaner Austausch erst möglich machen.2 Räume müssen deshalb technologisch mithalten und gleichzeitig das schützen, was digital nicht ersetzbar ist: Begegnung, Austausch, gemeinsames Denken.  

Digitale Technologien produktiv in Immobilien zu integrieren, ohne das Soziale dabei zu verdrängen, ist einer der zentralen Zukunftstrends unserer Branche. 
 


Vierter Trend: Das Core-Konzept neu denken

Vor allem ein Aspekt entscheidet maßgeblich über den Wert einer Büroimmobilie: ihre Lage. Zentral, gut angebunden, mit wichtigen Einrichtungen in direkter Reichweite. Das ist das klassische Core-Konzept – und es bleibt richtig. Aber es reicht nicht mehr aus.

Denn wenn Menschen anders arbeiten, anders einkaufen und anders leben, dann verändern sich auch die Faktoren, die ein urbanes Umfeld attraktiv machen. Eine einzelne Immobilie, die sich als geschlossenes System versteht, verliert an Relevanz. Was zählt, ist der Beitrag zur städtischen Lebenswelt, in die sie eingebettet ist.

Konkret bedeutet das: Immobilien müssen als Teil eines vernetzten Quartiers gedacht werden. Nicht als Einzelwert, sondern als Baustein einer urbanen Landschaft. Wer das heute umsetzt, sichert nicht nur den langfristigen Wert seiner Objekte, sondern schreibt aktiv mit an der Zukunft des Standorts. 

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Fazit: Die Zukunft der Immobilienbranche aktiv gestalten

Gesundheit, Arbeit, Digitalisierung, Quartier, Resilienz, Nachhaltigkeit. Diese sechs Trends haben eines gemeinsam: Sie belohnen alle, die heute handeln. Wer wartet, bis der Druck von außen kommt, hat die Initiative bereits abgegeben.

Die Zukunft der Immobilienbranche ist offen, aber nicht beliebig. Die Weichen werden jetzt gestellt. Wir stellen sie aktiv.

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1Destatis – Demografischer Wandel (2024): https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Demografischer-Wandel/_inhalt.html

2ifo Institut – Mehrheit der Unternehmen sieht gleiche Produktivität im Büro und im Homeoffice (2023): https://www.ifo.de/fakten/2023-10-17/mehrheit-der-unternehmen-sieht-gleiche-produktivitaet-im-buero-und-homeoffice

3G20 Global Infrastructure Outlook – Infrastructure investment needs (Stand: Februar 2026): https://outlook.gihub.org